SGV Bergisch Gladbach
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Wanderungen auf Mallorca

vom 24.April-8.Mai.2010

Die erste Woche

von Norbert Dietrich , 12.05.2010

Wandern auf einer Insel voller Steine und direkter Wege von Ort zu Ort, sozusagen ohne Umwege zum Ziel. Eine wechselvolle Geschichte mit unzähligen Eroberern die alle ihre Spuren hinterlassen haben. Griechen, Römer, Byzantiner, Piraten, Seeräuber, Araber und Spanier. Heute ist diese Insel die wirtschaftlichste Provinz Spaniens, mit dem höchsten pro Kopfeinkommen. Wir Wanderer tragen nicht unmaßgeblich dazu bei.

Porto de Soller mit dem Hotel Marbell ist für zwei Wochen unser Standquartier. Vom Hotel ein Traumblick auf die Berge der Tramuntana und der Serra d'Alfàbia. Es Cornador 1014 Meter und Puig de l'Ofre 1093 Meter sind ein markanter Anblick. In etwas weiterer Entfernung der höchste Berg der Insel, Puig Major 1447 Meter hoch. Eine Radarstation der Nato in der Nähe des Gipfels dient der Welt umspannenden Überwachung des Verteidigungsbündnisses. Einmal im Jahr, im Oktober kann der Puig erwandert werden. Kein Baum oder Strauch der Schatten spenden könnte, ein kleverer Wanderer geht da lieber ins Meer zum Baden.


WANDERTOUREN!

Einlaufen heißt die Devise. Der erste Tag beginnt um zehn Uhr am Mäuerchen vor dem Hotel. Vamos, auf geht's hinauf zum Leuchtturm Es Faro. Erste Trinkpause, Blick auf Porto de Soller, die Fotofritzen machen eifrig Bilder. Vorbei am Refugio Muleta quer durchs Gelände auf Wegen die rein gar nichts, mit denen die wir in unserer Heimat gewohnt sind, zu tun haben. Die Wärme des sonnigen Morgens gut 20 Grad tut ihr Übriges, aufpassen wohin die Füße tappen. Zitronen am Wege, blühender Rosmarin und mallorquinischer Knofi. Die Gruppe beginnt sich langsam zu sortieren, der Wanderführer hat seine Sinne auf volle Konzentration geschaltet. Bei Muleta Gran heißt es wieder trinken, das lernen alle schnell, mit der Flüssigkeit sich eine gute Wanderbasis zu schaffen. In Richtung Küste ein erster Blick auf die "Costa Brava Mallorcas" hin bis zur Calla Deia. Am Kapellchen von Castello und den Landhäusern Son Mico und Can Prohom weiter in Richtung Soller. Hier oben hat der Wanderer einen Weitblick, der bis zur Massanella geht. Dem Berg der immer zu begehen ist, wobei auf einer Route plötzlich eine, an einen Banditen erinnernde Gestalt mit großer Flinte und Hund auftaucht, um 5 € Maut zu verlangen. Der Wanderer muss wohl oder übel bezahlen. Alte verbriefte Rechte lassen es zu. Wir wandern an dem fünf Sternehotel Cas Xorc vorbei, bleiben auf der Höhe und gelangen zur Finca Cas Camundi. Frisch gepresster Orangensaft, ein mallorquinisches Vesperbrot „Pa amb Oli" und der erste Vino Tinto. So lässt es sich leben. Die Pause hat allen gut getan und in Richtung Pujol de Banja wandern wir Eisweiter dem Ziel Soller entgegen. In Soller ist das Ziel aller, die EISFABRIK. Das beste Eis der Insel wartet auf uns, nicht gelogen! Die letzten drei Kilometer über den Gleiskörper der Straßenbahn, zur GR 221 an der Finca Ca nai vorbei, den Duft der Orangen und Zitronen in der Nase, sind wir wieder am Hotel angelangt. Noch ein kleiner Einkauf für die Rucksackverpflegung des kommenden Tages und dann unter die Dusche.

 

IM BARRANC VON BINIARAIX

 Vom Hotel in die Stadt Soller, vorbei am Supermercado, der Plazza de Constutio und durch die Carrera de la Luna, nach Meinung der Mädels eine schöne schnuckelige Einkaufsstraße mit guten Geschäften, bis zum Waschhaus in Biniaraix.

Waschhäuser waren die Kommunikationszentren bis in das letzte Jahrhundert hinein. Auf der Insel sind noch immer einige die genutzt werden, neben dem in Biniaraix, das in Deia und in Valldemossa. Hier kann der Wanderer neben schönen Dessous auch mit den Wäscherinnen plaudern. Heute im Zeitalter des Handys und der Laptops sind die Waschhäuser eine schöne Erinnerung an harte aber sicher auch schöne Zeiten. Im Sommer baden die Kinder des Ortes in den großen Steintrögen. Wir setzen unseren begonnenen Weg in den Barranc fort. Der Weg hinauf bis auf eine Höhe von fast 1000 METERN ist ein alter Pilgerpfad der die Gläubigen bis zum Kloster Lluc führt, wo eine schwarze Madonna verehrt wird. Wir können uns kaum vorstellen, dass die Pilger hier auf Knien hinauf gerutscht sein sollen!

 Bald verlassen wir diesen Pilgerweg und steigen über steile Bergpfade und teilweise geröllige Passagen nach oben, zum höchsten Punkt dem COL de ENSE auf 453 Meter Höhe. Immer wieder können wir tief drunten die Wanderer auf dem Pilgerpfad sehen. Bei dem Gehöft von Can Cati machen wir die wohl verdiente „Rucksack- mittags-Rast“. Da es vor einigen Tagen heftig geregnet hatte, in Soller 50 Liter auf den Quadratmeter, ist der Barranc voller Wasser, das sich an den unmöglichsten Stellen aus und von den Felsen ergießt. Eine Seltenheit hier beim Wandern. Der Weg nach unten lässt atemberaubende Blicke auf trutzige Felswände mit ganz unterschiedlichen Farbtönen frei werden. Ein kontrastreicher Weg, an dem Johannisbrotbäume, Koniferen und auf den Terrassen Olivenbäume die Landschaft in ein mildes Grün tauchen. Am Waschhaus freuen wir uns auf den verdienten Cafe, das grande Cerveza oder einen frischen Orangensaft. Die Bodega um die Ecke ist leider, heute ist Montag, geschlossen. Am Ortseingang von Soller sind wir dann gerettet, diese Bodega erfüllt die Wünsche von uns Wanderern. Schon ist der zweite Tag zu Ende.

Die Testphase ist nach den Bekundungen des Wanderführers nun abgeschlossen, wir sind voller Spannung was folgen wird.

 

AUF DEN SPUREN DES KOENIGS DER SCHMUGGLER

 Vom Mirador de Ses Barques, vorbei an der Finca Bàlitx d'Amunt , mit einem Blick auf den ersten Teil der Wanderstrecke, in der Ferne der Coll de Biniamar den es zu erklimmen gilt, bevor die schöne Küstenlandschaft die Bucht von Tuent vor dem Wanderer auftaucht. Quer durch Oliventerrassen geht es in Richtung der Finca Baltix d'Avall herunter. Die Rückkehr der Mallorquiner in ihre Heimat wird sichtbar an der Tatsache, das die einst verfallene Finca Bàlitx d'Enmig (in der Mitte) wieder restauriert wird. Auf Baltix genießen wir frischen Orangensaft, schauen uns auf dem Gehöft um und genießen diese Pause. Alle drei Gehöfte waren mit Wehrtürmen versehen, auf die sich die Bewohner zurückzogen, wenn Piraten oder neue Eroberer die Insel heimsuchten. Die neuen Eroberer sind die Wandere! An dieser Stelle, Gruppen von Asi und Krautland, den Ramblers aus Frankreich und England und anderen Wanderfreunden treffen hier zusammen. Bei 26 Grad Sommertemperatur geht jeder in seinem Tempo hinauf zum Coll in 375 Meter Höhe. Der erste Blick auf dem nun folgenden Etappenabschnitt ist einfach schön. Blaue Meeresfarben, Felsformationen in vielen Varianten und Farbtönen dazu das Grün der Pflanzenwelt. Natur pur!

Wir schlagen uns seitwärts in die Büsche, Richtung Sa Costera. Rucksack herunter und Pause mit Blick auf den Wanderweg der hoch über dem Meer verläuft. Während wir die Aussicht genießen sehen wir zahlreiche Wandergruppen dort vorüber ziehen. Dieser Weg war einer von vielen, die hier auf der Insel von den Schmugglern benutzt wurden. Geschmuggelt wurde hier alles, Nylons, Solexmotoren, Alkohol, Zigaretten und vieles mehr. Juan March geb. in Petra als Sohn eines Schweinehirten, begann seine beispiellose Schmugglerlaufbahn bereits in der Schule. Er verkaufte nicht Zigaretten, sondern ließ die Mitschüler an der Zigarette ziehen, dafür mussten sie bezahlen. Wer nicht pünktlich bezahlte musste doppelt bezahlen! Geld verlieh er auf die gleiche Weise. Vor dem zweiten Weltkrieg, während desselben und danach, wuchs sein Imperium, Staats- und Regierungschefs bestach er, Polizei und Grenzbeamte sowie Bürgermeister und andere ebenso. Vom Süden Europas bis nach Nordafrika blühten seine Schmugglergeschäfte, er wurde Milliardär. Die Banca March in Spanien ist daraus entstanden. Wer für ihn arbeitete durfte eines nicht machen, sich erwischen lassen. Sein Bestreben im Alter zur "FEINEN GESELLSCHAFT" zu gehören gelang nicht, eine Stiftung für talentierte und begabte junge Mallorquiner, sowie soziales Engagement erinnern heute an diesen verschlagenen, skrupellosen, unnachgiebigen Zeitgenossen.

 Gestärkt für die nächsten zwei Stunden, brechen wir auf in Richtung Cala Tuent. Jeder hat am Ende im Gasthaus Es Verger diesen teil des Weges für sich ganz persönlich empfunden. Es Verger ist proppenvoll, unsere Vorhut hat 16 Plätze ergattert, Cerveza grande löscht den Durst, bevor uns dann die Barca in den Hafen von Porto de Soller bringt.

  

ZUM PUNKT DES WINDES

 Mit dem Bus nach Valldemossa, hier lebten eine kurze Zeit Frederic Chopin und George Sand im kalten Winter des Jahres 1838/1839. Er ohne Klavier, das erst wenige Tage vor seiner Abreise eintraf und sie in langen Hosen, Zigarillo rauchend. Welch ein Kulturschock für die Bewohner. Ein anderer, Erzherzog Ludwig Salvator von Österreich, verdanken wir heute dieses schöne Stück Mallorca, er war der GRÜNE, der sich hier mit viel Engagement für diese Landschaft einsetzte. Die Bauern damals kamen von weit her, um den Mann zu sehen, der für Land mit lauter Steinen Geld bezahlte, so entstand ein einmaliges Naturschutzgebiet.

 Wir verlassen den Ort durch das Valle Cairats, stetig bergan, hinauf bis zum Refugio de son Moragues, trinken nicht vergessen! Vor dem Rocco Verdut klettern wir rechts unterhalb des Es Teix (dem Eibengipfel) 1064 m in gut 850 Meter Höhe über eine Absperrung auf die Schlangenebene. Der Weg ist eigentlich verboten. Da wir aber in Richtung Küste wandern um von der Galera, gut 500 Meter über dem Künstlerdorf Deia, auf das blaue Meer zu schauen, haben wir den Durchgang über das Gelände von Son Mico vorher erfragt. Wir queren den Punte Svent (Punkt des Windes) in 1004 Meter. Wir müssen höllisch aufpassen, um in dem karstigen und spaltenreichen felsigen Gelände, nicht zu fallen. Der Weg ist nur wenigen bekannt, die geringe Anzahl der Steinmännchen ist der beste Beleg dafür. Nach gut 2,5 Stunden sehen wir die trigonometrische Betonsäule der Galera vor uns. Unser Blick geht hier, oberhalb von Deia nach rechts fast bis in die Bucht von Tuent, nach links bis hinter Valldemossa und als erster großer Gipfel grüßt in der Ferne der Puig de Galatzo, oberhalb von Sant Elm. Der Abschied von hier oben fällt schwer. Vorsichtig geht's gut 150 Meter abwärts bis an einen Waldrand, links über eine eingebrochene Steinmauer um dann in Serpentinen, öfter über gefallene Bäume kletternd, in gut 60 Minuten, bald den Klang einer Motorkettensäge hörend, in einem Areal alter Köhlerplätze unten anzukommen. Der Wanderführer sucht mit Hilfe einiger anderer den rechten Weg. Über die Karrenwege geht der Weg bis Son Mico, Orangensaft und Kuchen, nicht ganz so preiswert, sind die Maut für den Gang über das Gelände beim Abstieg. Auf dem direktesten Weg dann dem Hotel Marbell entgegen, die Dusche und das Abendessen warten.

 

ERHOLUNGSWANDERUNG DES HOTEL MARBELL

 Heute führt die Chefin Antonia die Hotelwandergruppe an. Mit dem Bus die kurvenreiche Bergstraße hinauf bis zum Picknickplatz der Gemeinde Fornalutx, auf geht's, eine Truppe von mehr als 40 Leuten setzt sich in Bewegung, vorne weg Ernesto ein fast 80 jähriger Düsseldorfer, der über 30 Jahre hier her kommt, wie eine mallorquinische Cabra (Ziege) jeden Weg kennt und Freund der Familie ist. Zur Stärkung gibt es unterwegs Hierbas, den Likör aus Kräutern. Fornalutx, das schönste Dorf der Insel, lädt uns zur Rast ein. Ein Rundgang durch die Gassen erschließt interessante Blicke. An manchen Häusern sind die Mönch & Jungfrau Dachziegel bemalt. Mit ganz eigenen Bildern, es heißt diese Bemalung stamme von den Mauren. Über Binibassi geht es der Stadt Soller entgegen, an der Plazza Americana holt uns der Bus ab, kaum eingestiegen heißt es wieder aussteigen. Ein kurzer Weg bis zu einem Orangengarten, wo uns "Pa amb Oli" (mallorquinisches Tomatenbrot) erwartet. Jetzt kann gefuttert werden, wurstiges, fischiges, Gemüse, Schinken, Käse, Pizza Mallorcin, dazu Sangria. Eine lockere Stimmung bei allen Teilnehmern, für den Koch und seinen Helfern wird gesammelt; ein „Dankeschön“. Der Bus bringt alle die wollen zum Hotel zurück, danke Hotel Marbell.

 

AUF DEN PUIG TOMIR

 Mit dem Autobus geht es am Morgen in Richtung Pollensa, vorbei an den beiden großen Wasserspeichern der Insel, dem Cuber See und dem Georg Blau. Beide Seen haben zusammen eine Speicherkapazität von fast 13 Millionen Kubikmeter, vom Cuber See aus wird das Wasser bis nach Lloseta in ein Wasserwerk geleitet, mit Brunnenwasser gemischt und zur Verteilung nach Palma gepumpt. Nur 10% des Wassers gehen zu Lasten des Tourismus, 75 % gehen in die Landwirtschaft (der kleinste Faktor am Wirtschaftserfolg der Insel) aber mit den größten Wasserverbrauch. Daneben gibt es mindestens 6 Meerwasserentsalzungsanlagen und einige Gemeinden die in der Wasserversorgung autonom sind. Jedoch sind steigende Gästezahlen auf der Insel auch mit steigendem Wasserverbrauch verbunden.

 Am Kloster Lluc vorbei, bringt uns der Bus bis zur kleinen Zufahrtsstraße der Wasserfabrik Binifaldo. Gut 3 Kilometer, stets bergauf, ist es noch bis zum Einstieg auf den Tomir. Der nordwestlichste Gipfel über 1000 Meter, um genau zu sein 1103 Meter hoch, ist der höchste Punkt während unsere zwei Wanderwochen. Mit gegenseitiger Hilfe werden einige schwierige Stellen gemeistert, ebenso zwei Kletterpassagen mit Stahlseilsicherungen. Jetzt noch über ein kurzes Geröllfeld und der Pass De sa Paret Commelar de sa Vamamil la 1086 und 1087 Meter Höhe ist erreicht. Vor dem Gipfelsturm ist die Rucksackpause angesagt, gut gestärkt geht es nach etwa 30 Minuten dann auf Tomir. Die Sicht ist nicht so besonders gut, doch Pollensa und Cap Formentor sind zu sehen. Abstieg nach dem obligatorischen Berg, frei über den Coll de Puig de ca, vorbei an einem gut erhaltenen Schneehaus. Hier in den Bergen der Tramuntana Nordwest wurde noch bis zum Beginn der 50-er Jahre Schnee gesammelt. Die entstandenen Eisblöcke sind dann im Frühjahr zu Tal transportiert worden und waren bei gut betuchten Personen sehr begehrt. Ärzte und Apotheken waren gleichfalls Kunden. Mit der Technisierung ist der Beruf des Schneesammlers ausgestorben. Schon zu Beginn des Abstieges musste Ausschau nach den wegweisenden Steinmännchen gehalten werden. Nach einem Übersteig halten wir uns auf einer Art Fahrweg rechts, langsam kommen wir in ein Gelände das hoch und dicht mit Dissgras und stacheligen Dornginstern durchsetzt ist, dazu felsiger Untergrund mit großen Stolpersteinen, aufpassen und die roten Farbkleckse und Steinmännchen nicht übersehen. Diese Runde will und will kein Ende nehmen. Der Coll de Arena und der Pass De Enmisquera liegen schon hinter uns, endlich Ses Figueroles, noch eine gute dreiviertel Stunde bis zum Klostergrande Cerveza Lluc. Alle hoffen auf das Wunder eines riesengroßen Kruges Bier, der uns auf dem Klostervorplatz kredenzt wird. Tatsächlich ist der Bus auch da, der Fahrer hat Verständnis für unseren Wunsch, in Ruhe nach dieser gut 7 Stunden dauernden Wanderung, das Bier zu genießen. Nach einer Stunde Fahrzeit kommen wir im Hotel Marbell an. Gut gemacht ihr Wanderer, der Wanderführer ist stolz auf eure tolle Leistung.

 

SAMSTAG UND SONNTAG HAT DER WANDERFÜHRER FREI!!!!

 Mit der nostalgischen Straßenbahn und dem 4 € Ticket für 3,8 Kilometer wird heute nach Soller getuckert, wobei diese Straßenbahn der Retter des so viel gepriesenen
ROTEN BLITZ der Eisenbahn zwischen Soller und Palma ist. Kluge weitsichtige Kaufleute von Soller waren es, die wegen der langen Wege nach Palma, den Überfällen der Räuber am Coll de Soller und vor allem wegen des wirtschaftlichen Aufschwungs, der Textilindustrie und des Handels mit den Zitrusfrüchten nach Frankreich, das Projekt Eisenbahn in Gang brachten. 13 Tunnel auf 27,2 Kilometer, ein Viadukt und die Höhe von 44,80 Meter in Soller bis zum Tunnel Major in 238,30 Meter mussten überwunden werden. Heute fahren mit der Bahn im Jahr mehr als 1,36 Millionen Touristen. Dabei können sie sich auf die bestens bewährte Technik der alten SIEMENS/SCHUCKERT WERKE verlassen. Das alles war nur möglich, weil mit dem Bau der Straßenbahnlinie erst die erforderliche Streckenlänge von mehr als 30 Kilometer gegeben war, um die Staatlichen Subventionen zu bekommen. Im Ort herrscht heute drangvolle Enge, Markttag mit allerlei Angeboten, alles was der Tourist so gerne als Mitbringsel für daheim einsammelt ist hier zu finden, aber ebenso Erzeugnisse aus der Landwirtschaft wie Käse, Schinken, die beliebte Sobrassada eine Mettwurst ähnliche Dauerwust, die sich wie ein guter Schinken länger als ein halbes Jahr aufbewahren lässt. Der Wanderführer geht Tapas essen, dazu ein Rossado und hinterher ein Caracillo (Cafe mit Brandy), wo? Natürlich dort wo die Taxifahrer ebenfalls hingehen. Es tut gut mit Menschen hier zu wandern, die nach relativ kurzer Zeit gut miteinander auskommen, interessante Gespräche führen und hilfsbereit sind.

 

Die nächste Woche kann kommen!

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Die Bilder wurden von unserem Wanderfreund
Rainer Buth
zur Verfügung gestellt


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