SGV Bergisch Gladbach
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Gerry Wanda       
 Quer durch´s Land . .

von Gerry Wanda, 25.04.2010


… kündigt der Veranstaltungskalender eine Wanderung für den 15. April an. Bei einer angenehmen Temperatur ist es sonnig und trocken an diesem Donnerstag. Um 9 Uhr trifft sich die Gruppe am Gladbacher S-Bahnhof. Grete Mehler, unsere heutige Wanderführerin, hat das Programm etwas abgeändert. Statt zum vorgesehenen Ausgangspunkt Herkenrath nehmen 24 Wanderfreunde / innen den Wupsi Richtung Altenberg. Von wo es Quer durchs Land geht ist letztendlich auch egal.

Ohne Gretes vertrautes „Auf, auf ihr Wandersleut´!“ steigen wir in Glöbusch aus. An der Haltestelle steht bereits ein Herr, der seine Videokamera auf uns richtet. Wir folgen der Altenberger-Dom-Straße noch ein Stück und biegen dann rechts ab in einen Waldweg. Grete begrüßt alle Anwesenden noch einmal herzlich und verkündet, dass der Herr mit der Videokamera vom WDR kommt, um uns ein Stück der Wanderung zu begleiten. Der Kameramann stellt sich vor und erklärt, dass der produzierte Mitschnitt die Grete Mehler 1visuelle Verpackung der Wettervorhersage der heute Abend ausgestrahlten Lokalzeit Köln sein wird.

Nun ergreift Grete wieder das Wort: „Wir gehen jetzt durch den Wildpark. Dann weiter nach Höffe. Dort halten wir Einkehr. Jeder wandert auf eigene Gefahr. Also Frisch Auf!“ „Frisch Auf!“ erwidert die Gruppe und ab geht’s, dem Wildpark entgegen. Nach wenigen hundert Metern sind wir an der hölzernen Eingangstreppe. Der Wildpark beginnt mit einem Anstieg, der sich kontinuierlich, mal mehr mal weniger steil fortsetzt. Unsere Blicke durchstreifen suchend den Wald. Vergeblich. Der Förster muss den Tieren heute freigegeben haben. Nach einer guten Stunde lädt eine Lichtung und die dort liegenden Baumstämme zu einer Rast ein. Karl-Heinz Diefenbacher nutzt diese Gelegenheit um die Planung für seine bevorstehende Wanderung noch einmal zu überarbeiten und im Geiste schon einmal die Teilnehmer auf die zur Verfügung stehenden Autos zu verteilen. Norbert Grätz ersteigt einen Hochstand um von dieser erhöhten Position einige Fotos zu schießen. Die einen Teilnehmer nehmen eine kleine Stärkung zu sich, andere gleichen ihren Flüssigkeitspegel in irgendeine Richtung aus.

Wir ziehen weiter. Endlich entdecken wir, dass der Wildpark nicht nur Wildpark heißt. Von einer Anhöhe aus werden wir beobachtet. In einer Entfernung, bei der sich auch ein respektables Zoomobjektiv schwer tut, steht ein Rudel Dammwild.

An der Scheurener Straße verlassen wir den Wildpark, überqueren diese nach links und schlagen unseren Weg Richtung Höffe ein. Was vorher hinauf ging, geht jetzt, mal mehr mal weniger steil hinab. Noch immer ist herrliches Wanderwetter und der einziehende Frühling umgibt uns auf Schritt und Tritt. Überall frisches zartes Grün, aufbrechende Knospen, Blütenkissen schmücken den Waldboden.

Noch ein letztes Mal geht es heftig bergab und dann ist auch schon das Ziel unserer Einkehr erreicht. Hotel-Restaurant Forellenhof.

Das Restaurant versprüht den Charme eines Wartesaals. Die Blumenarrangements im Raum, auf Fensterbänken sowie Tischen verdeutlichen auf den ersten Blick, zu was die Kunststoffindustrie nach wie vor fähig ist. Speisekarte: ein in eine Klarsichthülle gestecktes computerbedrucktes DIN-A 4 Blatt (die Abendkarte besteht aus 2 Klarsichthüllen / ich hatte mich hier schon einmal vor meinen Gästen blamiert). Der Chef ist auch um ½ Zwei noch nicht Jogginganzug und Turnschuhen entklommen und bedient auch so. Das Essen ist schnell und reichlich. Man schmeckt ihm allerdings deutlich eine lieblose Zubereitung an. Das Preis- Leistungsverhältnis steht beim Forellenhof in krassem Missverhältnis.

Ein Gast findet unerwartet zur Stätte unserer Einkehr. Unser langjähriger Wanderführer Walter Höchstetter betritt nach langer Krankheit, unter dem Beifall aller Anwesenden, den Raum.

Die verbleibende Wartezeit an der Haltestelle nutzt Ursula Bange um einige Worte des Dankes an unsere liebe Grete zu richten. Walter wünscht sie für seine weitere Genesung alles Gute.

Auch von dieser Stelle an Grete und Walter ein herzliches

Frisch Auf.

An Walter richte ich weiterhin den Wunsch einer baldigen und vollständigen Genesung und der Grete wünsche ich:

„Bleib gesund!!

 


Grete in der WDR-Lokalzeit

ein Mitschnitt der WDR-Lokalzeit vom 15.04.2010

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  Die Bilder wurden von unserem Wanderfreund
Norbert Grätz
zur Verfügung gestellt




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