Rheinischen Quellen und der Erde unter die Haut geschaut
von Norbert Dietrich, 10.04.2010
Die Brohltalbahn, ist heute eine Touristenattraktion, die goldenen Zeiten
als aus der Gegend des oberen Brohltales, die begehrten
Baustoffe Tuffstein und Bims zum Rhein befördert wurden sind vorbei. Auch die Nutzung der Bahn ab1902 durch die Mineralwasserhersteller, wird heute mit Lkw auf den Straßen abgewickelt. Das Unternehmen Dr. Kerstins, welches die Mineralwasserquellen und den dazu gehörenden Betrieb 1891 von August Thyssen erwarb, produziert heute jährlich mehr als 200 hundert-millionen Flaschen des begehrten Mineralwassers. 
Der Wanderer kann an einem Wasserhahn das kostbare Nass, kostenlos zum Durst löschen genießen. Dem Vulkanweg weiter aufwärts, am Rönterbach entlang folgend ist jetzt eine gute Gelegenheit sich mit frischen Bärlauchblättern einzudecken.
Die Wandermädels tauschen gleich die Rezepte für Bärlauchsüppchen und Bärlauchbutter aus. Welchem Wanderer läuft da nicht das Wasser im Mund zusammen.
Oben am höchsten Punkt an einer Schutzhütte neben einem Friedhof der Mennoniten, ein schöner Blick in das Neuwiederbecken. Auf der Höhe entlang mit Sonnenschein, das Siebengebirge grüßt aus der Ferne, auf und ab um bald den Ortseingang von Wassenach zu erreichen, schmucke Häuser aus regionalem Baumaterial (Eifel = Lavagestein) wo in den Gärten der Frühling bunt gefärbt Einzug hält. Wassenach liegt am nördlichen Rand vom Laacher See auf knapp 350 Meter Meereshöhe, 1772 wurde hier ein Burghaus errichtet, heute findet der Besucher des Ortes darin eine der größten Sammlungen von Tasteninstrumenten.
Der Ort ist seid gut 150 Jahren Fremdenverkehrsort. Maria Laach ist nur 4 Kilometer entfernt. Von einem Aussichtspunkt geht der Blick bis zur hohen Acht, der höchsten Erhebung in der Eifel.
Nach einer ausgiebigen Rast, lockt die Wolfsschlucht auf dem Wege zurück nach Brohl-Lützig.
Ein Brunnen am Wanderweg der zu den "säuerlingen" gehört, heißt hier Römerbrunnen, da in unmittelbarer Nähe Münzen mit dem Bild eines römischen Kaisers gefunden wurden.
Hinein in die Wolfsschlucht, hier ist Erdgeschichte hautnah zu erleben, vor gut 13000 Jahren waren die letzten Vulkantätigkeiten im Gebiet wo heute der Laacher See liegt, mit der gewaltigen Energie von ca. 500 Hiroschima Bomben stieß die Erde gewaltige Wolken von Staub und Mineralien aus, heute kann der Wanderer in der Wolfsschlucht das Ergebnis betrachten, ein Wasserfall gibt dem ganzen eine besondere Ausstrahlung. Die steilen Wände in der Schlucht erinnern an den Grand Canyon.
Das einstige Bad Tönnisstein lässt im Augenblick nur Spekulationen über die mögliche Weiterverwendung zu. Es ist wohl derzeit der Dornröschenschlaf der hier stattfindet.
Am Eisenbahnviadukt noch einmal 100 Höhenmeter nach oben kraxeln, an der "schönen Aussicht" ein letzter Blick zurück, nun ist noch eine Stunde Gehzeit angesagt bis zum Startplatz der Wandertour.
Ein langer Wandertag ist bei tollem Wetter und mit einer
netten Gruppe zu Ende.
Frisch auf!
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Rainer Buth
zur Verfügung gestellt
Der Sonne entgegen, von Ost nach West mehr






