tour de ruhr, die 3.Runde!
von Norbert Dietrich, 21.03.2010
Samstag am morgen, noch zu nachtschlafender Zeit gehen die Fruehaufsteher mit Hilfe der S-Bahn auf Wandertour im Ruhrgebiet. Kettwig Bahnhof ist der Startpunkt. Da auf den meisten Bahnhöfen der kleineren Orte es unmöglich ist, den morgendlichen Frühstückscafé einer geregelten Entsorgung zuzuführen, ist die erst Aufgabe des Wanderführers vorprogrammiert, in unserem Fall hilft für Männlein und Weiblein die Herrentoilette am Sportplatz in Kettwig.
Nun geht es aber endlich los! Gleich steil bergauf damit der Kreislauf richtig auf Temperatur kommt. Droben, an einem der Aussichtspunkte die uns auf der Wanderung noch erwarten, ein Blick über das Ruhrtal bis nach Essen-Werden! Von dort ist der heilige Ludgerus ausgezogen, den christlichen Glauben zu verbreiten.
Kettwig hat wie viele Orte eine wechselvolle Geschichte, besonders interessant ist die Zeit der Tuchmacher, übrig geblieben ist auch hier nur ein kleiner Rest, der aber ist interessant! Hier lebt Gianni Sorto Textilkünstler seines Zeichens, Spezialist für Kimonos deren Preise durchaus stolz sind, einer soll 12ooo € gekostet haben, das für 13 Meter Stoff, so lernt der Mensch das weniger auch mehr sein kann. Drüben auf der anderen Seite Schloss Hugenpott mit Golfplatz, nach einem Dialekt aus alter Zeit müsste es eigentlich Schloss Krötenpfütze heißen: Huge=Kröte und Pöt=Pfütze.
Der lichte Buchenwald ohne die ersten grünen Sprossen eröffnet immer neue Blicke in die Landschaft. Durchs Wolfbachtal hinauf zur Platte, mit dem gleichnamigen Restaurant hoch über dem Ruhrtal und dem ersten Blick auf den Baldeneysee, Stauwehr Essen- Werden, der Villa Hügel und den ersten Segelbooten. Quer durch den Bredeneyer Wald auf guten Wanderwegen, eine Herausforderung als Einlage für die flotte Gruppe, eine dicke Buche vom Sturm gefällt muss über stiegen werden. Mit gegenseitiger Hilfe kommen alle drüber.
Unten am See angekommen, Futterpause aus dem Rucksack, der Wettergott ist uns hold und wir sitzen auf Tribünenplätzen, die sonst den Zuschauern der Ruderregatten vorbehalten sind. Gestärkt und frohen Mutes geht es weiter Richtung Heisingen.
Rauf und runter geht es, Elsbeth meint das sei wieder eine sehr schöne Wanderung, nur diese schei------- Berge, das muss doch nicht sein! Vorbei an Schloss Baldeney, hier sollte zuerst das Werdener Stauwehr für den See gebaut werden. Wegen des zu geringen Gefälles wurde mit den Krupps verhandelt, denn denen gehörte das Gelände damals, als die Erbauer zusicherten das vom See aus die Villa Hügel gesehen werden könne, war das Eis gebrochen. 1931 mit dem Bau begonnen, 1934 fertig gestellt ist der See heute einer von mehreren Staustufen die dazu beitragen, das mehr als 2,2 Millionen Menschen im Einzugsgebiet der Ruhr jährlich mit mehr als 510 Millionen Kubikmeter Trinkwasser versorgt werden können. Die Reste der neuen Isenburg liegen oberhalb unseres Wanderwegs, steil abwärts hinunter an das Seeufer von Heisingen, lagsam nähern wir uns dem Ende dieser Wanderung.
Der Förderturm der ehemaligen Zeche Carl Funke, heute Rückblick auf ein Stück Geschichte von Industrie und Technologie Entwicklung, Energieversorgung, Stahl und Eisen. Aber ebenso von wirtschaftlichem Aufstieg, sozialer gesellschaftlicher Entwicklung und dem zusammenwachsen von Menschen aus vielen Ländern Europas, die hier Arbeit und Existenz fanden. Die Menschen hier im "ehemaligen Revier" sind der lebende Beweis. Wenn alles nach Plan läuft dann wird im Jahr 2018 die letzte der noch 4 in betrieb befindlichen Zechen die Werkstore schließen.
Wir haben noch das Glück einen Blick auf die Reiher und Kormoran Brutkolonien im Vogelschutzgebiet tun zukönnen. mit dem Bus vom Bahnhof in Kupferdreh bis Werden-Markt.
Alle gehen wir zu KIKA!!!!!!!!!!!
Hier gibt es das beste Speiseeis von ganz Essen, wir alle sind nach dieser Nascherei davon überzeugt.
ZITAT:wer eine herrliche Gegend kennenlernen will, findet im Ruhrtal reiche Befriedigung.
Was eine heitere Landschaft zu schmücken vermag, ist hier in einem Bezirk von wenigen Stunden zu Fuß vereint anzutreffen, so schrieb es 1828 bereits J.F.Wilhelm.
Ein schöner Tag und fast ganz ohne regen hat uns Wanderern Spaß gemacht.
Frisch auf!
Eine frage wäre da noch ?????????
Wer kennt eigentlich den Wanderführer "BANANENJOSEF"
Rainer Buth
zur Verfügung gestellt
Der Sonne entgegen, von Ost nach West mehr






